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Award for Distinguished Early Career Contributions to Psychophysiology 2025

Frau Prof. Julia Klawohn von der MSB Medical School Berlin ist von der Society for Psychophysiological Research (https://sprweb.org/) mit dem renommierten „Award for Distinguished Early Career Contributions to Psychophysiology 2025” ausgezeichnet worden. Sie hat diese Ehrung im Oktober 2025 bei der Jahrestagung der Fachgesellschaft in Montréal, Kanada, entgegengenommen und zu diesem Anlass ihren Preisvortrag zum Thema „Utilizing Psychophysiological Measures in Clinical Psychology“ gehalten.
 
Die internationale Fachgesellschaft "Society for Psychophysiological Research (https://sprweb.org/) beschäftigt sich mit der Untersuchung des Zusammenspiels von Geist und Körper mithilfe verschiedener biopsychologischer Methoden. Beispielsweise kommen neurowissenschaftliche Methoden wie das EEG oder fMRT zum Einsatz, die Hirnaktivitäten abbilden können, aber auch peripherphysiologische Techniken wie das EKG, mit dem Rhythmik und Flexibilität der Herzaktivität sichtbar gemacht werden kann. Die Forschenden beantworten so Fragen nach grundlegenden Mechanismen des Wechselspiels von Gedanken und Gefühlen mit Hirn- und Körperprozessen, sowohl im gesunden Bereich als auch bei klinischen Fragenstellungen.

Die Fachgesellschaft vergibt jährlich einen Preis an Nachwuchswissenschaftlerinnen, die sich noch in den ersten 7 Jahren nach ihrer Promotion befinden und sich in diesen Jahren durch guten Publikationsleistungen im Bereich der psychophysiologischen Forschung ausgezeichnet haben. Diese angesehene Auszeichnung ging 2025 an Prof. Julia Klawohn, die an der MSB im Bereich Humanmedizin tätig ist. Sie nahm ihn im Oktober 2025 anlässlich des Jahrestreffen in Montreal in Empfang und hielt ihren Preisvortrag.

Der Vortrag von Frau Klawohn umfasste die wichtigsten Aspekte ihrer bisherigen Forschung, die sich insbesondere auf die Nutzung von EEG-Biomarkern im Bereich der klinischen Psychologie konzentriert. So konnten einige der vorgestellten Arbeiten zeigen, dass EEG-Marker uns dabei helfen können psychische Störungen wie Depression oder Zwangsstörung insgesamt besser zu verstehen und auch Modelle für die Entstehung solcher Mental Health Probleme vor allem in besonders belastenden Lebenssituationen, wie beispielsweise der Covid-19 Pandemie, zu entwickeln. Bei Personen, die bereits psychisch erkrankt waren, konnten die EEG Marker zudem helfen, den individuellen Verlauf depressiver Erkrankungen und den Psychotherapieerfolg bei Zwangsstörungen vorherzusagen, was in Zukunft Forscher*innen dabei helfen kann, gezielte Präventionen vor Verschlechterungen zu entwickeln oder psychotherapeutische Behandlungen individuell anzupassen und zu verbessern.