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Prof. Dr. habil. Birgit Wagner

Professur für Klinische Psychologie & Psychotherapie - Verhaltenspsychologie

Rüdesheimer Str. 50
14197 Berlin
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Biographie

Prof. Dr. phil Birgit Wagner hat ihr Psychologiestudium an der Freien Universität Berlin abgeschlossen. Sie promovierte 2006 an der Universität Zürich, Abt. Psychopathologie und erhielt für ihre Promotion den Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT). Im Jahre 2008 war sie Gastwissenschaftlerin an der National University of Rwanda. Nach ihrer Promotion an der Universität Zürich, habilitierte sie sich am Universitätsklinikum Leipzig.

Ihre Forschungs- und Therapieschwerpunkte sind die Traumafolgestörungen, insbesondere die anhaltende Trauerstörung und E-Mental-Health-Interventionen. Sie hat zahlreiche Drittmittelprojekte eingeworben (BMBF, BMG, BMFSFJ) und leitet derzeit drei Teilprojekte von BMBF-Forschungsverbünden (TESTIMONY, EMPOWERYOU, I-REACH) und das Projekt Hilfe nach Suizid welches im Rahmen der vom Bundesgesundheitsministerium ausgeschriebenen Förderlinie ‚Suizidprävention‘ durchgeführt wird und das Forschungsverbundprojekt MEN-ACCESS, welches Männersuizidalität untersucht.

Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit, absolvierte Frau Prof. Dr. Birgit Wagner ihre Ausbildung zur psychologischen Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie). Sie arbeitete von 2006-2009 am Psychotherapeutischen Zentrum des psychologischen Instituts in Zürich als Psychotherapeutin. Sie verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Trauernden und Traumapatienten und ist im wissenschaftlichen Beirat des Bundesverbandes Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister in Deutschland e.V. Sie ist zertifizierte Psychoonkologin (nach den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft). Neben ihrer psychotherapeutischen Tätigkeit ist sie für Gerichte und Asylverfahren als psychologische Gutachterin regelmäßig tätig. Beim Bundesverfassungsgericht trat sie im Rahmen der Verhandlung des § 217 StGB (geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung) als Sachverständige zum Thema Hinterbliebene nach einem assistierten Suizid und anderen Formen von Suiziden auf.


Forschungsschwerpunkte

  • Psychotraumatologie
  • Anhaltende Trauerstörung
  • End-of-life-care (Assistierter Suizid)
  • Wirksamkeit von internetbasierter Psychotherapie
  • Therapeutische Beziehung in internetbasierter Kommunikation

Aktuelle Forschungsprojekte

  1. MEN-ACCESS: Suizidprävention für Männer: Entwicklung und Evaluation von zwei gender­spezifischen E-Learning-Programmen für Gatekeeper und Männer mit Suizidrisiko

  2. TESTIMONY:Webbasierte Intervention nach sexueller Gewalterfahrung in DDR-Heimen (Teilprojekt 2 des BMBF-Forschungsverbundes TESTIMONY)
  3. EMPOWERYOU: Teilprojekte 3 und 5 des BMBF-Forschungsverbundprojekts EMPOWERYOU
  4. I-REACH: Randomisierte Kontrollgruppenstudie (Teilprojekt 3 des Forschungsverbundes I-REACH)

  5. Hilfe nach Suizid: Eine webbasierte präventive Gruppenintervention für Hinterbliebene nach einem Suizid (in Kooperation mit dem Bundesverband für verwaiste Eltern und trauernde Geschwister e.V. und AGUS Angehörige um Suizid e.V., finanziert durch Bundesministerium für Gesundheit)
  6. Online-Präventionsprogramm für trauernde Geschwister (In Kooperation mit dem Bundesverband für verwaiste Eltern und trauernde Geschwister e.V. , finanziert durch Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  7. Internet-basierte Psychotherapie für PTSD und Depression für arabische Patienten, (Kooperation mit dem Behandlungszentrum für Folteropfer, Berlin, Freie Universität Berlin, finanziert durch Misereor Deutschland)
  8. Wirksamkeit einer Smartphone-APP für Depression für arabische Patienten, (Kooperation mit dem Behandlungszentrum für Folteropfer, Berlin, Freie Universität Berlin, finanziert durch Misereor Deutschland)

Ausgewählte Publikation

Maass, U., Hofmann, L., Perlinger, J., & Wagner, B. (2020). Effects of bereavement groups–a systematic review and meta-analysis. Death studies, 1-11.

Wagner, B., Rosenberg, N., Hofmann, L., & Maass, U. (2020). Web-Based Bereavement Care: A Systematic Review and Meta-Analysis. Frontiers in psychiatry11, 525.

Wagner, B., Hofmann, L., & Maaß, U. (2020). Online-group intervention after suicide bereavement through the use of webinars: study protocol for a randomized controlled trial. Trials21(1), 1-13.

Wagner, B. (2019). Psychotherapie mit Trauernden. Beltz. J.

Wagner, B., Nagl. M., Dölemeyer, R., Klinitzke, G., R., Steinig, J., Hilbert, A. & Kersting, A (2016). Randomized controlled trial of an Internet-based cognitive-behavioral treatment program for binge-eating disorder. Behaviour Therapy

Knaevelsrud, C., Brand, J. , Schulz, W., Lange, A., Ruwaard, J., Wagner., B. (2015). Web-based psychotherapy for posttraumatic stress disorder in war traumatized Arab patients: a parallel group randomized controlled trial. Journal of Medical Internet Research

Wagner, B., Horn, A., & Maercker, A. (2013). Internet-based versus face-to-face cognitive-behavioural intervention for depression: A randomized controlled non-inferiority trial. Journal of Affective Disorders

Wagner, B., Müller, J. & Maercker, A. (2011). Death by request in Switzerland: Posttraumatic Stress Disorder and Complicated Grief after witnessing assisted-suicide. European Psychiatry

Auszeichnungen
Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) zum Thema „Internet-based intervention for complicated grief“.

Publikationsliste (Download)