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TESTIMONY

Erfahrungen in DDR-Kinderheimen – Bewältigung und Aufarbeitung

Webbasierte Intervention nach Erfahrungen in DDR-Heimen (Teilprojekt 2 des BMBF-Forschungsverbundes TESTIMONY)

Zielsetzung des Projektes ist die Entwicklung und Auswertung einer webbasierten Schreibtherapie basierend auf dem narrativen Ansatz der Lebensrückblicktherapie für betroffene Heimkinder der DDR. Die Intervention ist in den Gesamtverbund TESTIMONY eingebettet und soll neben der wissenschaftlichen Evaluation ein therapeutisches Unterstützungsprogramm für Teilnehmende aus den anderen Verbundprojekten darstellen. In einem ersten Schritt wird die Wirksamkeit der 5-wöchigen Intervention im Rahmen einer randomisierten Kontrollgruppenstudie (Behandlungsgruppe vs. Wartelistengruppe) evaluiert. Die primäre Fragestellung ist, inwieweit fördert die Intervention die posttraumatische Reifung und Lebensqualität zum Therapieende? Ein weiteres Ziel stellt die qualitative textanalytische Auswertung, der durch die Schreibtherapie entstandenen Texte, mit Hilfe einer computerlinguistischen Text Mining Software. Ziel ist es, die verantwortlichen lebensbiografischen Dimensionen herauszufiltern, welche in Zusammenhang mit einer höheren Lebensqualität, posttraumatischer Reifung, weniger Stigmatisierung und größerer Versöhnungsbereitschaft zu Therapieende stehen. Es soll die Frage geklärt werden, welche biografischen Lebensverläufe und späteren Einflüsse (z.B. Partnerschaften, soziale Unterstützung, berufliche Entwicklung) nach der Zeit in den DDR-Heimen zu einem höheren Niveau an Wohlbefinden und Ich-Kohärenz führten. Das abschließende Ziel ist, die entstandenen Texte in anonymisierter Form mit Zustimmung der Studienteilnehmenden als Publikation zu veröffentlichen und/oder im Rahmen der Online-Ausstellung der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Verbundpartner des Forschungsverbunds TESTIMONY:

Medical School Berlin (Prof. Dr. Birgit Wagner)
Universitätsklinikum Leipzig (Prof. Dr. Heide Glaesmer)
Alice Salomon Hochschule Berlin (Prof. Dr. Silke Brigitta Gahleitner)
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Prof. Dr. med. Heiner Fangerau)

Die Leitung des Gesamtverbundes hat Frau Prof. Dr. Heide Glaesmer (Universitätsklinikum Leipzig) inne.

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