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Improving Employability of Autistic Graduates in Europe

Das von der EU geförderte Projekt vereint Partner aus 5 europäischen Ländern mit dem Ziel, die Beschäftigungsfähigkeit autistischer Hochschulabsolventinnen und -absolventen zu verbessern.

Autismus weist eine Prävalenzrate von ungefähr 1% innerhalb der Gesellschaft auf. Die Hochschulen verzeichnen eine zunehmende Zahl an Studierenden mit Autismus. Leider ist diese Gruppe nach Abschluss ihres Studiums mit einer erheblichen Beschäftigungskluft konfrontiert: Ein Großteil talentierter Individuen bleibt ohne Anstellung.

Die Gründe hierfür sind vielfältig: Die Laufbahnberatung der Hochschulen erweist sich als ineffektiv für Studierende mit Autismus; akademischen Tutorinnen und Tutoren fehlt das Wissen, wie autistische Studierenden am besten bei der Entwicklung von Beschäftigungsfähigkeit oder dem Sammeln von Arbeitserfahrung unterstützt werden können; Einstellungsverfahren schaffen Hürden; und Arbeitgebende sind unsicher, wie sie autistische Personen mit Hochschulabschluss bei der Arbeit fördern können. All dies ist der Fall trotz der vielen Qualitäten, die sie zu begehrenswerten Beschäftigten machen: Detailverliebtheit, Loyalität, die Bereitschaft, mehr Stunden zu arbeiten sowie Pünktlichkeit.

Europäische Hochschulen werden dieser Gruppen von Studierenden nicht gerecht, und autistische Hochschulabsolventinnen und -absolventen werden zunehmend Teil eines größeren Fundus an brachliegendem wirtschaftlichen Potenzial. Im Zuge dessen wird ihnen die persönliche Erfüllung verweigert und es entstehen Kosten, die die Gesellschaft langfristig belasten.

Ziele des IMAGE Projekts:

  1. Die Entwicklung eines Beschäftigungs-Instrumentariums für autistische Studierende, damit sie ihre Beschäftigungsfähigkeit entwickeln und Karriereziele besser verstehen können;
     
  2. Die Entwicklung von neuem Schulungsmaterial für Laufbahnberatende in der Hochschule, damit sie autistische Studierende besser unterstützen können; im Zuge dessen sollen Schulungen für 400 Beratende innerhalb der Partnerländer durchgeführt werden;

  3. Die Verbreitung von Beispielen bewährter Fördermaßnahmen mit Akademikerinnen und Akademiker, Hochschulführungskräften und -entscheidungstragenden, um den Hochschulsektor inklusiver zu gestalten;

  4. Die Befähigung von Arbeitgebenden, die Stärken und Vorteile qualifizierter autistischer Beschäftigter besser zu erkennen, sowie die Verringerung benachteiligender Rekrutierungs- und Einstellungshürden.

Das Projekt wird sich einer mitgestaltenden Methodologie bedienen, welche die Zielgruppen in die Konzeption und Gestaltung aller Ergebnisse mit einbezieht. Ungefähr 50 autistische Studierende, 50 Laufbahnberatende, 50 Akademikerinnen und Akademiker und 50 Arbeitgebende werden an den mitarbeitenden Forschungs- und Gestaltungsaktivitäten teilnehmen.

Im Rahmen des IMAGE Projekts wird ein Beschäftigungs-Instrumentarium entwickelt, welches autistische Studierende selbstständig verwenden können, sowie Schulungsmaterial für Laufbahnberatende, um deren Fähigkeiten und Berufspraxis zu entwickeln, und eine Reihe an Richtlinien mit bewährten Maßnahmen für Fachkräfte und Arbeitgebende, um aufmerksam zu machen auf Autismus und um autismusfreundlicher zu werden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass andere benachteiligte Studierendengruppen, darunter auch Studierende mit anderen Einschränkungen, von den Ergebnissen dieses Projekts profitieren können.

Die Ergebnisse werden während es Projekts getestet und evaluiert und werden nach Abschluss des Projekts uneingeschränkt verfügbar gemacht für Hochschulen sowie Arbeitgebende. Unter den Langzeitwirkungen des Projekts werden gesteigertes Bewusstsein für Autismus unter Fachkräften, inklusivere Hochschulinstitutionen und Vorgehensweisen, besser ausgebildete autistische Absolventinnen und Absolventen, sowie letztendlich mehr autistische Beschäftigte mit Hochschulabschluss erwartet.

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Zusammengefasst:

Das IMAGE Projekt wird als Teil des Erasmus+ Programms von der EU gefördert und vereint Partner aus 5 europäischen Ländern mit dem Ziel, die Beschäftigungsfähigkeit autistischer Hochschulabsolventen zu verbessern. Unter den Langzeitwirkungen des Projekts werden gesteigertes Bewusstsein für Autismus unter Fachkräften, inklusivere Hochschulinstitutionen und Vorgehensweisen, besser ausgebildete autistische Absolventinnen und Absolventen, sowie letztendlich mehr autistische Beschäftigte mit Hochschulabschluss erwartet.

Ihr Ansprechpartner

timo.lorenz(at)medicalschool-berlin.de

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