Die Fachgesellschaft vergibt jährlich einen Preis an Nachwuchswissenschaftlerinnen, die sich noch in den ersten 7 Jahren nach ihrer Promotion befinden und sich in diesen Jahren durch guten Publikationsleistungen im Bereich der psychophysiologischen Forschung ausgezeichnet haben. Diese angesehene Auszeichnung ging 2025 an Prof. Julia Klawohn, die an der MSB im Bereich Humanmedizin tätig ist. Sie nahm ihn im Oktober 2025 anlässlich des Jahrestreffen in Montreal in Empfang und hielt ihren Preisvortrag.
Der Vortrag von Frau Klawohn umfasste die wichtigsten Aspekte ihrer bisherigen Forschung, die sich insbesondere auf die Nutzung von EEG-Biomarkern im Bereich der klinischen Psychologie konzentriert. So konnten einige der vorgestellten Arbeiten zeigen, dass EEG-Marker uns dabei helfen können psychische Störungen wie Depression oder Zwangsstörung insgesamt besser zu verstehen und auch Modelle für die Entstehung solcher Mental Health Probleme vor allem in besonders belastenden Lebenssituationen, wie beispielsweise der Covid-19 Pandemie, zu entwickeln. Bei Personen, die bereits psychisch erkrankt waren, konnten die EEG Marker zudem helfen, den individuellen Verlauf depressiver Erkrankungen und den Psychotherapieerfolg bei Zwangsstörungen vorherzusagen, was in Zukunft Forscher*innen dabei helfen kann, gezielte Präventionen vor Verschlechterungen zu entwickeln oder psychotherapeutische Behandlungen individuell anzupassen und zu verbessern.