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Neues MSB Drittmittelprojekt zu Medialen Altersbildern während der Corona-Pandemie

In den letzten beiden Jahrzehnten gab es eine Konjunktur positiver, kompetenzorientierter Altersbilder. Derzeit besteht allerdings Grund für die Annahme, dass es durch die Corona-Pandemie geradezu schlaghaft zu einer Wiederkehr des einseitig-negativen, ressourcenarmen Bildes älterer Menschen als Schwache, Schutz- und Hilfsbedürftige gekommen ist. Mediale Altersbilder stellen eine wesentliche Quelle des impliziten und expliziten Wissens über das Alter(n) und ältere Menschen dar, und sie haben damit auch eine wirklichkeitserzeugende Funktion.

Vor diesem Hintergrund untersucht Projektleiterin Prof. Dr. habil. Eva-Marie Kessler (MSB Professorin für Gerontopsychologie) in einem neuen, an der MSB angesiedelten interdisziplinären Drittmittelprojekt, wie sich Altersdarstellungen und Altersdiskurse seit Beginn der Corona-Pandemie entwickelt haben. Weitere Projektbeteiligte ist die Soziologin Prof. Dr. Annette Franke (Evangelische Hochschule Ludwigsburg). Auf gesellschaftlicher Ebene besteht das Studienziel darin, für Öffentlichkeit und Medien Formen der Thematisierung und Inszenierung von Alter transparent zu machen und damit zur Selbstreflexion eigener Altersbilder einzuladen. Indem die vermeintliche Wahrheit des vereinfachenden Bildes älterer Menschen als ‚Risikogruppe‘ zur Disposition gestellt wird, kann das Projekt einer Stigmatisierung älterer Menschen entgegentreten.

Projekttitel: „Wie schützen wir die Schwachen?- Altersdarstellungen in deutschen Nachrichtenmagazinen und Zeitungen während der Corona-Pandemie“

Drittmittelgeber: Josef und Luise Kraft-Stiftung (https://www.kraft-stiftung.de, Fördervolumen: €140.000)


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