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Psychotherapie mit depressiven Pflegebedürftigen - die MSB erhält Forschungsförderung durch Innovationsfonds

Alte, pflegebedürftige Menschen sind eine wachsende Patientengruppe, bei der Depression ein häufiges und kosten- sowie folgekostenintensives Gesundheitsproblem darstellt. Gemessen an ihrem hohen, sektorenübergreifenden Versorgungsbedarf fällt die Versorgungsrealität allerdings stark defizitär aus.

Genau hier setzt PSY-CARE an, ein umfangreiches Versorgungsforschungsprojekt, für welches Prof. Dr. habil. Eva-Marie Kessler, Professorin für Gerontopsychologie, nun Fördermittel zugesprochen wurden. PSY-CARE steht dabei für „Depression bei zuhause lebenden Pflegebedürftigen – Kurzzeitpsychotherapie im Behandlungsteam mit Hausärzten und Pflegenden“.

Das Projekt mit einer Laufzeit von vier Jahren wird im Mai 2018 starten und wird vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert, welcher die Aufgabe hat, wissenschaftliche Grundlagen für Lösungen zur Gestaltung, Organisation und Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens zu schaffen.

Ziele von PSY-CARE sind die Überprüfung der Implementierbarkeit sowie der Wirksamkeit ambulanter Kurzzeitpsychotherapie bei zuhause lebenden Pflegebedürftigen mit Depression, durchgeführt von Psychotherapeuten im Rahmen von Behandlungsteams mit Hausärzten und Pflegenden. Hausärzte übernehmen dabei die Gatekeeper-Funktion. PSY-CARE soll in Berlin und angrenzenden Regionen Brandenburgs umgesetzt werden.

Das interdisziplinäre Projekt wird gemeinsam mit der MSB-Medizinpädagogik (Prof. Dr. Ulrike Morgenstern, Prof. Dr. Kerstin Ketelhut, Prof. Dr. Julia Göhler) sowie der Charité, Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft (IMSR), durchgeführt. Kooperationspartner sind die Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie (dgvt) sowie Vivantes (Institut für berufliche Bildung im Gesundheitswesen IbBG; Vivantes Ambulante Pflegedienste).


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