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Evaluation eines Online-Schulungsprogramms für die Polizei zur Überbringung von Todesnachrichten nach einem Suizid

Jährlich sterben über 800.000 Menschen durch Suizid. Wenn sich eine nahestehende Person das Leben nimmt, hat dies häufig weitreichende Folgen für die Angehörigen, Suizidhinterbliebene gelten als Hochrisikogruppe für psychische Erkrankungen und eigene Suizidalität. Auch die Überbringung von Todesnachrichten kann einen wesentlichen Einfluss auf die Verarbeitung des Todes der nahestehenden Person sowie auf den Trauerprozess haben. Polizeibeamte sind mitunter die ersten Personen, mit welchen die Hinterbliebenen in dieser Ausnahmesituation Kontakt haben. Aus diesem Grund ist es essentiell, dass Polizeibeamte zum einen ausreichend geschult und auf solche spezifischen Situationen vorbereitet werden und zum anderen Strategien zur Stressbewältigung und Selbstfürsorge entwickeln.

Die vorliegende Studie befasst sich mit der Evaluation eines Online-Schulungsprogramms für Polizeibeamte, um diese auf die Situation der Übermittlung von Todesnachrichten nach einem Suizid vorzubereiten und in der Entwicklung eigener Bewältigungsstrategien zu unterstützen. Dem Programm gehen zwei Erhebungen mittels Fragebögen voraus. Es werden sowohl Polizeibeamte, als auch Personen, welche eine nahestehende Person durch Suizid verloren haben, bzgl. Ihrer Erfahrungen mit der Übermittlung von Todesnachrichten nach einem Suizid befragt. Auf der Basis dieser Erfahrungen wird das Online-Schulungsprogramm entwickelt und evaluiert.

Das Projekt findet im Rahmen einer Promotion unter der Leitung von Prof. Dr. Birgit Wagner und in Kooperation mit der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig statt.

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