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Forschung

Die enge Verknüpfung mit der universitären Psychotherapie-Forschung am Department Psychologie ermöglicht es uns, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse unmittelbar in unsere Behandlungsangebote einfließen zu lassen. Dieser Transfer trägt entscheidend dazu bei, unseren hohen Qualitätsstandards in Diagnostik, Beratung und Therapie gerecht zu werden und eine optimale psychotherapeutische Versorgung zu ermöglichen. Für die Qualitätssicherung führen wir routinemäßig Befragungen durch, beispielsweise zu Veränderungen Ihrer Beschwerden oder zu Faktoren, von denen Sie im Therapieverlauf profitieren können. Die im Zuge der psychotherapeutischen Arbeit gewonnenen Erkenntnisse fließen wiederum in die psychotherapeutische Forschung ein und ermöglichen so die stetige Weiterentwicklung von Versorgungsangeboten und Behandlungsmethoden.

Die Psychotherapeutische Hochschulambulanz ist Teil des Forschungsclusters Klinische Psychologie, Psychiatrie & Psychotherapie der Medical School Hamburg/Berlin. Das Forschungscluster beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung psychischer Störungen sowie solcher körperlicheren Störungen, bei denen psychische Faktoren eine entscheidende Rolle spielen. Wichtige Bezugsdisziplinen sind dabei Gesundheitswissenschaft, Medizin, Biologie und Neurowissenschaften wie auch Pädagogik und die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Das Forschungscluster Klinische Psychologie, Psychiatrie & Psychotherapie umfasst im Wesentlichen drei Bereiche: Grundlagen- und Translationale Forschung, Präventions- und Interventionsforschung sowie Versorgungsforschung:

Grundlagen- und Translationale Forschung

Grundlagen- und Translationale Forschung

Die Entstehung psychischer Störungen ist komplex und am besten mit einem bio-psycho-sozialen Modell zu beschreiben. Auf der Basis dieses Modells versucht die Grundlagen- und Translationale Forschung psychische Symptome und Störungen zu beschreiben und deren Entstehung zu erklären. Hierbei werden Wissen und Methoden aus den Grundlagendisziplinen der Psychologie wie der Sozial-, der Persönlichkeits- und der Biopsychologie sowie der Allgemeinen Psychologie, aber auch aus der Medizin und den Neurowissenschaften genutzt.

Dabei spielen zahlreiche Faktoren wie Genetik, Struktur und Aktivität des Gehirns, physiologische Prozesse, Informationsverarbeitung, soziale Interaktionen, Umweltbedingungen sowie Gedanken und Emotionen eine Rolle. Die Erkenntnisse werden dann in neue Störungsmodelle und Behandlungsmethoden übersetzt (Translation).

Präventions- und Interventionsforschung

Präventions- und Interventionsforschung

Im Bereich Präventions- und Interventionsforschung werden Projekte durchgeführt, die auf die Untersuchung der Wirksamkeit von spezifischen Therapiemethoden im Kindes-, Jugend-, Erwachsenen- und hohem Alter abzielen. Diese beinhalten sowohl Methoden zur Behandlung bereits bestehender Störungen als auch Methoden, welche die Entwicklung von Störungen bei Personen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko verhindern sollen. Von besonderen Interesse sind die Fragen nach den Wirkmechanismen von Psychotherapie sowie nach den Faktoren, die entscheiden, welche Patienten mehr von Therapien profitieren als andere. Auf Basis dieser Erkenntnisse können Therapiemethoden weiterentwickelt und die Wirksamkeit verbessert werden.

Versorgungsforschung

Versorgungsforschung

Die Versorgungsforschung der Psychotherapeutische Hochschulambulanz hat das Ziel, die Behandlungsmethoden und -bedingungen der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung psychischer Störungen in den verschiedenen Altersgruppen unter Alltagsbedingungen zu untersuchen und zu verbessern. Die Ergebnisse der Versorgungsforschung werden genutzt, um die Akteure im Gesundheitswesen, insbesondere die Politik, auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse zu unterstützen und zu beraten. Zu den Themen der Versorgungsforschung gehören strukturelle und personelle Therapiebedingungen, Qualitätssicherung sowie Untersuchungen ökonomischer Aspekte der Versorgung.

Ihre Ansprechpartnerin

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