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Prof. Dr. Holger von der Lippe

Professur für Entwicklungspsychologie und Familienpsychologie

Calandrellistraße 1-9
12247 Berlin
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Fax: +49 30 / 76 68 37 53-69
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Biographie

Dr. von der Lippe studierte Diplom-Psychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin mit Vertiefungen in humanistischen Psychotherapieverfahren, psychologischer Beziehungsforschung und den Wahlfächern Kultur- und Sozialwissenschaften. Seine Diplomarbeit führte ihn in die qualitative Analyse von biografischen Interviews im Rahmen einer großen psychologischen Längsschnittstudie (Rostocker Längsschnittstudie, ROLS), der er seither verbunden ist. Er war langjähriger Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock und promovierte zum Thema „Familienvorstellungen, Kinderwunsch und der Übergang zur Vaterschaft junger Männer in Ostdeutschland“ an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

In seiner postdoktoralen Tätigkeit widmete er sich in Forschung und Lehre zunächst der interdisziplinären Lebenslaufforschung am Max-Planck-Institut (siehe z.B. www.demografische-forschung.org/archiv/defo0603.pdf und [2]), bevor er an der Abteilung für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie der Universität Magdeburg (Prof. Dr. Urs Fuhrer) sein eigenes Habilitationsprojekt begann. Dort untersuchte er mit quantitativen und qualitativen Methoden unter anderem die Struktur und Bedeutung personaler Beziehungsnetze junger Erwachsener und entwickelte innovative Konzepte für die systemisch-psychologische Anwendung, wie etwa Genosoziogramme als egozentrierte Netzwerke [1] oder das Sinn-Dispositions-Modell [3] für eine fundierte Methodenintegration in der Psychologie (mixed methods).

Forschungsschwerpunkte

  • Entwicklungspsychologie persönlicher Beziehungen über die Lebensspanne
  • Quantitative und qualitative Netzwerkforschung (mixed-methods)
  • Systemische Therapie und Beratung, Genosoziogramme
  • Gesundheitspsychologie

Ausgewählte Publikationen

[1] Von der Lippe, H. (2015). What are Genosociograms and How Can We Generate, Analyze, and Interpret them? Theoretical and Applied Perspectives on the Network of Relationships. Contemporary Family Therapy: An International Journal, 37(2), 183-195.

[2] Bernardi, L., Keim, S. und Von der Lippe, H. (im Druck). Freunde, Familie und das eigene Leben. Eine methodenintegrative Studie zum Einfluss sozialer Netzwerke auf die Lebens- und Familienplanung junger Erwachsener in Lübeck und Rostock. In: B. Hollstein und F. Straus (Hrsg.). Qualitative Netzwerkanalyse. Konzepte, Methoden, Anwendungen (2., vollst. überarb. u. erw. Aufl.), Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

[3] Von der Lippe, H., Mey, G. und Frommer, J. (2011). Zur Frage der Integration qualitativer und quantitativer Forschung in der Psychologie: eine Einführung und ein Diskussionsbeitrag. Zeitschrift für Qualitative Forschung, 12(1), S. 3-24.