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Prof. Dr. habil. Holger Lindemann

Prof. Dr. habil. Holger Lindemann

Professur für Entwicklungspsychologie und Systemische Beratung

Calandrellistraße 1-9
12247 Berlin
Fon: +49 30 / 76 68 37 5 -764
Fax: +49 30 / 76 68 37 5 -619
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Beruflicher Werdegang

Holger Lindemann studierte bis 1997 an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg Diplom-Pädagogik mit der Fachrichtung Sonderpädagogik.

In den Jahren von 1997 bis 2008 war Holger Lindemann als Einrichtungsleitung in der offenen Jugend- und Behindertenhilfe tätig. In diesem Zeitraum absolvierte er zahlreiche berufsbegleitende Fortbildungen in Beratung, Konfliktmanagement, Mitarbeiter- und Gesprächsführung, und schloss eine Ausbildung zum Systemischen Supervisor und Organisationsberater ab. Seit 2007 ist er als Systemischer Supervisor durch die Systemische Gesellschaft (SG) zertifiziert.

Bereits seit 2001 war er, neben seiner Tätigkeit als Einrichtungsleitung, als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Fachrichtungen Körperbehinderten-Pädagogik und Allgemeine Behindertenpädagogik an der Universität Oldenburg angestellt und erfüllte Lehraufträge an Universitäten und Hochschulen in Koblenz, Hannover, Hamburg, Berlin, Olten (CH) und Krems (AT).

Während dieser Zeit arbeitete er an seiner Promotion, zum Thema »(Sonder-)Pädagogische Theorie und Praxis aus konstruktivistischer Sicht« die er 2004 erfolgreich abschloss.

Von 2008 bis 2015 war er als Lehrkraft und Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Sonderpädagogischen Psychologie an der Universität Oldenburg tätig. In dieser Zeit übernahm er die Verantwortung als Praktikumsbeauftragter, erarbeitete ein peergestütztes Tutorienprogramm für das Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik und gründete das »Sonderpädagogische Archiv für Medienforschung (SAM)«. 2012 erhielt er den Preis der Lehre in der Kategorie »Besonders gelungene Anleitungen zum eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten und Forschen«. 2014 erlangte er seine Habilitation mit der Venia Legendi für »Sonderpädagogik und Bildungsmanagement«.

Von Oktober 2015 bis September 2016 war Holger Lindemann als Vertretungsprofessor für »Schulentwicklung, Lernbegleitung und sonderpädagogische Professionalität im Kontext von Inklusion« an der Universität Leipzig beschäftigt. Seit Oktober 2016 war er Professor für »Heilpädagogik« an die MSB Medical School Berlin und folgte dort zum Sommer 2017 dem Ruf auf die Professur für »Entwicklungspsychologie und Systemische Beratung«.

Neben seiner universitären Tätigkeit ist Holger Lindemann freiberuflich als Fortbildner, Supervisor und Organisationsberater tätig. Er berät pädagogische, therapeutische und medizinische Einrichtungen (wie Schulen, Kindertagesstätten, Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen, Krankenhäuser und Therapieeinrichtungen), Behörden (wie Jugend-, Sozial-, Gesundheits- und Finanzämter) und Wirtschaftsunternehmen (vor allem in der IT- und Computerbranche). Seine Fortbildungen und Workshops richten sich an pädagogische und therapeutische Fachkräfte, Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen, multiprofessionelle Teams und Führungskräfte.

2017 wurde die von ihm geleitete »AG Inklusion an Oldenburger Schulen« mit dem renommierten Jakob Muth-Preis für inklusive Schule ausgezeichnet. Der Preis wird jedes Jahr von der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, der Deutsche UNESCO-Kommission und der Bertelsmann Stiftung für Schulen und Schulverbünde verliehen, die sich in besonderem Maße um die Teilhabe beeinträchtigter Menschen verdient gemacht haben. Lindemann entwickelte die Projektstruktur der Arbeitsgruppe, deren zentrales Element in der Zusammenarbeit aller Interessengruppen und einer breiten Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern besteht. Er leitet die Arbeitsgruppe seit ihrer Gründung im Jahr 2012 und ist für die wissenschaftliche Begleitung der Inklusion an Oldenburger Schulen verantwortlich.

Forschung

2009 bis 2012 führte Holger Lindemann ein umfangreiches Forschungsprojekt zu »Einschätzungen von Lehrern und pädagogischen Mitarbeitern zu Gelingensbedingungen von Organisationsentwicklung an ihrer Schule« durch. Im Rahmen einer Gesamterhebung an weiterführenden Schulen in der Region Weser-Ems wurden mehr als 2000 Lehrkräfte befragt.

Seit 2012 leitet Holger Lindemann ein Drittmittelprojekt zur Umsetzung von Inklusion an Oldenburger Schulen. Er ist dort für das Projektmanagement und die wissenschaftliche Begleitforschung zuständig. Zu den bisher beforschten Themenbereichen zählen beispielsweise die Erfassung der Einstellungen von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften zur Inklusion, Befragungen zu den Aufgabenbereichen und der Weisungsstruktur von Schulbegleitung sowie Bürgerbefragungen zur Inklusion.

Seit 2014 arbeitet er in Kooperation mit der pädagogischen Hochschule Heidelberg (Prof. Dr. Vera Heyl) an der Konstruktion und Validierung von Instrumenten zur Erfassung der Einstellungen von Schülerinnen und Schülern, sowie Lehrerinnen und Lehrern zur Praxis inklusiver Schule (SEPiS; LEPiS).

Schwerpunkthemen der Lehre

  • Systemische Beratung, Supervision und Mediation
  • Kommunikation und Gesprächsführung
  • Systemische Entwicklungstheorie
  • Systemtheorie und Konstruktivismus
  • Trainings- und Förderverfahren für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
  • Organisation und Führung in schulischen und außerschulischen Handlungsfeldern
  • Organisationale und konzeptionelle Aspekte pädagogischer und therapeutischer Praxis
  • Organisationsentwicklung und Bildungsmanagement
  • Team- und Organisationsentwicklung
  • Institutionelle Kooperation und Netzwerkarbeit

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