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Prof. Dr. Christian Kandler

Professur für Differentielle und Persönlichkeitspsychologie

Calandrellistraße 1-9
12247 Berlin
Fon: +49 30 / 76 68 37 53-81
Fax: +49 30 / 76 68 37 53-69
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Biografie

Christian Kandler studierte Psychologie am Institut für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena (2002-2007). Während dieser Zeit arbeitete er außerdem als Wissenschaftliche Hilfskraft im DFG-Forschergruppenteilprojekt „Jena Twin Study of Social Attitudes“ (2005-2006) und als Psychotherapeutischer Praktikant in der Klinik für Psychotherapie und Psychosomatische Medizin des ASKLEPIOS Fachklinikums Stadtroda (2006-2007). Anschließend forschte und lehrte er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter (2007-2012), Akademischer Rat (2012-2016) und Vertretungsprofessor (2016-2017) am Lehrstuhl für Differentielle Psychologie, Persönlichkeitspsychologie und Psychologische Diagnostik der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaften an der Universität Bielefeld. Dort promovierte er 2010 zum Thema „Die Natur der Persönlichkeit: Validität, Kontinuität und Interaktion von Anlage und Umwelt“ und habilitierte 2017 zum Thema „Genotype-Environment Interplay in Personality Development“. Seit Oktober 2015 leitet er das DFG-Forschungsprojekt „Study of Personality Architecture and Dynamics (SPeADy)“ und seit April 2017 lehrt und forscht Christian Kandler als Professor für Differentielle und Persönlichkeitspsychologie an der Fakultät Naturwissenschaften der Medical School Berlin. Darüber hinaus ist Professor Kandler seit Oktober 2016 Mitherausgeber des European Journal of Personality.

Lehrtätigkeiten

Christian Kandler lehrte von 2007 bis 2017 als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Akademischer Rat und Vertretungsprofessor am Lehrstuhl für Differentielle Psychologie, Persönlichkeitspsychologie und Psychologischen Diagnostik sowie im Bereich der Methodenlehre an der Universität Bielefeld. Seine bisherigen Lehrerfahrungen umfassen Vorlesungen, Seminare und Übungen in den Fächern Differentielle Psychologie, Persönlichkeitspsychologie, Methodenlehre und Statistik sowie Psychologische Diagnostik. Auch gehören ferner Verhaltensgenetik, Entwicklungspsychologie und Evolutionspsychologie zum Spektrum. Seit April 2017 hält er Vorlesungen und Seminare im Modul Differentielle und Persönlichkeitspsychologie an der Medical School Berlin.

Forschungsschwerpunkte

Der wesentliche Fokus von Christian Kandlers Forschungsinteressen und seiner Forschungsarbeit ist auf die Bestimmung von genetischen, biologischen und erfahrungsabhängigen (individuellen, sozialen und kulturellen) Faktoren sowie deren Zusammen- und Wechselspiel in Bezug auf Persönlichkeitsunterschiede und Persönlichkeitsentwicklung ausgerichtet. Dabei propagiert er ein relativ breites Persönlichkeitsverständnis, das Dispositionen zu typischen Verhaltensweisen (d.h. Emotionsregulation und Verhaltensstil), motivationale und selbstregulatorische Determinanten von Verhaltensunterschieden (z.B. Motive, Interessen, Wertorientierungen und Selbstkonzept), kognitive Fähigkeiten (z.B. Intelligenz und Kreativität) sowie körperliche Erscheinungen als wichtige Faktoren in interpersonalen Interaktionen (z.B. BMI und Attraktivität) umspannt. Im Kern sind seine bisherigen Arbeiten in empirischer, methodischer und theoretischer Hinsicht auf die Untersuchung der Persönlichkeitsstruktur und Persönlichkeitsentwicklung ausgerichtet und wurden in international führenden Fachzeitschriften veröffentlicht (siehe Publikationsliste). Mit dem DFG-Projekt SPeADy (Study of Personality Architecture and Dynamics) soll daran angeknüpft werden (siehe auch www.speady.de).

Darüber hinaus arbeitet Christian Kandler mit verschiedenen Experten unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen (Psychologen, Soziologen, Ökonomen, Biologen, Philosophen, etc.) an der kontroversen Fragestellung, wie sich genetische, biologische und umweltbedingte Einflüsse auf die gesellschaftliche Position und soziale Mobilität von Menschen auswirken. Dabei ist es die zentrale Aufgabe herauszuarbeiten, in welcher Weise Umweltbedingungen die Entfaltung genetischer Unterschiede zwischen Menschen ermöglichen oder einschränken und wie aus einem komplexen Wechselspiel aus Anlagen, individuellen Erfahrungen und kulturellen Rahmenbedingungen ungleiche soziale Lebenschancen resultieren. Dem Erfolg seiner Forschungstätigkeit wurde durch verschiedene nationale und internationale Förderungen und Preise Ausdruck verlieren (siehe Auszeichnungen).

Publikationsliste

(Download) 

Auszeichnungen

2010: International Society of Twin Studies’ (ISTS) Galton Award (http://www.twinstudies.org/events/history/)

2011: Dissertationspreis der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft

2013: International Society for the Study of Individual Differences’ (ISSID) Early Career Development Award (http://www.issidorg.com/awards.html)