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Health & Education

Profil des Forschungsclusters

Das Forschungscluster Health and Education befasst sich mit der Untersuchung von pädagogischen Interventionen in unterschiedlichen Kontexten. Jeder pädagogischen Intervention liegt die Bereitstellung von zu lernenden Inhalten durch Lehrende und deren Nutzung durch Lernende zugrunde. Die Wirksamkeit pädagogischer Interventionen ist dabei abhängig von Merkmalen der Lehrenden und Lernenden, von der didaktischen Aufbereitung des Lehrstoffs und seiner Vermittlung sowie von gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Der methodische Zugang zu den Untersuchungsgegenständen ist vielfältig und disziplinübergreifend. Zur Anwendung kommen unter anderem Beobachtungsstudien, Interviews, Paneldatenanalysen und experimentelle Studien.

Das Forschungscluster Health and Education kombiniert die Arbeit von Experten folgender Disziplinen:

  • Medizinpädagogik
  • Heilpädagogik
  • Soziale Arbeit
  • Pädagogische Psychologie
  • Differentielle Psychologie
  • Psychologische Diagnostik
  • Sozialwissenscahften
  • Gerontopsychologie
  • Empirische Bildungsforschung

Wissenschaftliche Bereiche im Forschungscluster Health & Education

Urteils- und Entscheidungsprozesse von Lehrkräften

Urteils- und Entscheidungsprozesse von Lehrkräften

In diesem Bereich wird untersucht, inwieweit durch Lehrende getroffene pädagogische Entscheidungen von Informationen über Merkmale der Lernenden beeinflusst werden, die nichts oder nur peripher mit ihrer Leistung zu tun haben. Untersucht wird insbesondere der Einfluss von sozialen Stereotypen über Schülerinnen und Schüler auf pädagogische Beurteilungen. 

Ein weiterer Fokus in diesem Bereich liegt in der Untersuchung der Beurteilung von Lernverläufen. In diesem Forschungsbereich wird untersucht, wie Lehrkräfte und Lehramtsstudierende die Entwicklung von akademischen Fähigkeiten und Leistungen beurteilen, wie sie auf Grundlage bisheriger Entwicklungsverläufe zukünftige Entwicklung prognostizieren und inwiefern die Einschätzungen und Prognosen von Entwicklungen beeinflusst werden durch stereotypisierbare Schülermerkmale (Geschlecht, Ethnizität, etc.).

Secondary Education

Secondary Education

In diesem Bereich wird sich der Analyse von Bildungsverläufen von Schülern der Sekundarstufe gewidmet. Exemplarisch wird dies an zwei Fragestellungen deutlich. Zum einen werden langfristige Folgen von Klassenwiederholungen hinsichtlich unterschiedlicher Outcomes (Schulnoten, Schülerleistung, psychosoziale Anpassung) untersucht. Zum anderen wird ein Phänomen genauer betrachtet, das in der englischsprachigen Literatur als „achievement loss“ bezeichnet wird. Darunter wird der Schulnotenrückgang nach dem Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe verstanden.

Kompetenzmessung

Kompetenzmessung

Dieser Bereich beschäftigt sich mit der Frage, wie Lehrende in Hochschulen zuverlässig und valide die erworbenen Kompetenzen von Studierenden durch Tests und Prüfungen abbilden können. Die am häufigsten verwendete Bezugsnorm in Hochschulprüfungen ist die kriteriale Norm. Testleistungen werden relativiert an einem vorher festgelegten Kriterium. Die Wahl eines Kriteriums und die daran anknüpfende Konstruktion der Testaufgaben sind jedoch wenig bis gar nicht standardisiert und entsprechen häufig nicht dem neuesten Erkenntnisstand. Auch die Auswertung kriteriumsbezogener Testaufgaben entbehrt oft einer wissenschaftlichen Fundierung. Dieser Forschungsbereich widmet sich daher der disziplinübergreifenden Entwicklung geeigneter Messverfahren zur Kompetenzerfassung im Hochschulbereich.

Gesundheits- und rechtspolitische Bildung

Gesundheits- und rechtspolitische Bildung

Lehrende und Lernende in Bildungseinrichtungen des Gesundheitssektors benötigen Kompetenzen, um sich jenseits des berufsspezifischen Fachwissens in unterschiedlichen sozial- und gesundheitspolitischen, ethischen sowie menschenrechtlichen Konflikten und Problemlagen zurechtzufinden. Entwicklungen wie Internationalisierung, Ökonomisierung, neue Behandlungsmöglichkeiten, gesellschaftlicher Wandel und (Aus-) Bildungsreformen führen diesbezüglich zu veränderten Herausforderungen und Anforderungsprofilen. Forschungsarbeiten in diesem Bereich zielen daher einerseits darauf ab, Art und Umfang benötigter gesellschaftswissenschaftlicher Wissensbestände und einschlägiger Fähigkeiten zu erfassen. Andererseits werden Ansätze und Konzepte entwickelt, wie in einer komplexen Welt orientierende Vermittlungsprozesse im Hinblick auf ethische sowie gesundheits- und rechtspolitische Themen ausgestaltet werden können und sollten.

Gesundheitsfördernde Interventionen

Gesundheitsfördernde Interventionen

Dieser Bereich beschäftigt sich mit der allgemeinen Frage, wie Gesundheitsförderung in den verschiedenen Settings wie Kita, Schule, Familie oder Seniorenheim umgesetzt werden kann und mit welchen Maßnahmen und Strategien die jeweiligen Adressatengruppen bestmöglich erreicht und gefördert werden können. Ziel ist es, spezifische, adressatengerechte, gesundheitsfördernde Interventionen, die zu einem gesünderen und aktiveren Lebensstil führen und damit die Lebensqualität steigern. Für die Umsetzung aller vorgesehenen gesundheitsfördernden Interventionsmaßnahmen wird ein Multiplikatorenkonzept, das eine Kompetenzsteigerung und Ressourcennutzung der in den einzelnen Settings arbeitenden Akteure durch entsprechende Anleitung und Schulung vorsieht, zugrunde gelegt. In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf die Implementierung dieser verschiedenen Interventionen in entsprechende Curricula/Schulprogramme gerichtet, um im Sinne einer Verstetigung nachhaltige und kostengünstige Strukturen zu schaffen.

Berufsfelddidaktik Gesundheit und Pflege

Berufsfelddidaktik Gesundheit und Pflege

Ein wesentlicher Bestandteil beruflicher Handlungskompetenz ist Wissen. Um Wissen in den Berufsfeldern Gesundheit und Pflege effektiv zu entwickeln, bedarf es einer am Lernenden, an inhaltlichen Merkmalen orientierten sowie empirisch fundierten Berufsfelddidaktik. Diese Berufsfelddidaktik sollte sich entscheidend durch eine zielführende Präsentation sowie Visualisierung von Lehrinhalten, die vor allem zur Überwindung schwierigkeitserzeugender Merkmale beitragen, auszeichnen.

Dieser Forschungsbereich widmet sich verschiedenen zielführenden Arten der Darstellung von  Lehrinhalten ( u. a. sequentielle Text-Graphik-Verbindungen wie z.B. und spieldidaktischen Ansätzen, wie serious games). Ziel ist eine kognitions- und motivationspsychologische Untersuchung dieser Art der Visualisierung von Lehrinhalten.

Aktuelle Projektübersicht im Forschungscluster Health & Education

IFLAMM - Interprofessionelle Aus-, Fort- und Weiterbildung für Lehrkräfte zur Arbeit an Haltungen bei Mitarbeitern für eine bessere Gesundheitsversorgung von Menschen mit Migrationshintergrund in der Notaufnahme

IFLAMM - Interprofessionelle Aus-, Fort- und Weiterbildung für Lehrkräfte zur Arbeit an Haltungen bei Mitarbeitern für eine bessere Gesundheitsversorgung von Menschen mit Migrationshintergrund in der Notaufnahme

Die Beurteilung des Leistungsverlaufs von Schülerinnen und Schülern durch Lehrkräfte und Lehramtsstudierende

Die Beurteilung des Leistungsverlaufs von Schülerinnen und Schülern durch Lehrkräfte und Lehramtsstudierende

Projektleiter:
Prof. Dr. habil. Florian Klapproth

Laufzeit:
fortlaufend

Beteiligte Disziplinen:
Pädagogische Psychologie, Differentielle Psychologie, Psychologische Diagnostik

Familie und Bildungsaspiration (Buchprojekt)

Familie und Bildungsaspiration (Buchprojekt)

Projektleiter:
Prof. Dr. habil. Florian Klapproth

Laufzeit:
Projekt bis 2018,
Beitrag für das „Handbuch Familie“ (Ecarius & Schierbaum; Springer VS)

Beteiligte Disziplinen:
Pädagogische Psychologie

Fitness für Kids – Frühprävention im Kindergarten- und Grundschulalter

Fitness für Kids – Frühprävention im Kindergarten- und Grundschulalter

Gerontologie in der akademischen Ausbildung – Berufsperspektiven von Absolvent/innen

Gerontologie in der akademischen Ausbildung – Berufsperspektiven von Absolvent/innen

Projektleiter:
Prof. Dr. habil. Eva-Marie Kessler

Laufzeit:
1/2018 – 8/2018,
Projektförderung durch die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie

Beteiligte Disziplinen:
Gerontopsychologie

Sachlogische Strukturierung von Inhalten in den Berufsfelder Gesundheit und Pflege

Sachlogische Strukturierung von Inhalten in den Berufsfelder Gesundheit und Pflege

Die Auswirkung der Aktivierung durch Brain-Gym® Übungen auf die kognitive Leistungsfähigkeit, die medikamentöse Therapie sowie die Lebensqualität und Alltagskompetenz in der Gesundheitsversorgung von älteren und hochaltrigen Menschen im klinischen Setting

Die Auswirkung der Aktivierung durch Brain-Gym® Übungen auf die kognitive Leistungsfähigkeit, die medikamentöse Therapie sowie die Lebensqualität und Alltagskompetenz in der Gesundheitsversorgung von älteren und hochaltrigen Menschen im klinischen Setting

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